Beim regelmäßigen
Durchsehen und Aufräumen des Forums bin ich auf diesen Thread gestoßen und möchte eine Anmerkung zu SSDs ergänzen, die auch Speicherkarten betrifft.
Obwohl SSDs und Speicherkarten in der Regel nach außen hin 512 physikalische Bytes pro Sektor melden, werden intern meist größere Datenblöcke (4096 Bytes) gelesen und geschrieben. Daher ist es günstig, wenn eine Partition eine logische Sektorgröße von mindestens 4096 Bytes aufweist (also eine Kapazität von mindestens 128 MiB hat) und auf einem geeigneten Sektor beginnt. Dann passen die Partitionsparameter optimal zu den Eigenschaften des Mediums.
Dies hat zwei Vorteile: Bessere Performance und geringerer Medienverschleiß. Performance-Unterschiede dürften beim Atari kaum messbar sein, außer vielleicht bei den
sehr hohen IDE-Übertragungsraten mit HDDRIVER im Fast-RAM und Falcon-Beschleunigern. Der Verschleiß spielt aber auf jeden Fall eine Rolle: Passt der Start eines logischen Sektors nicht zum internen Sektor-Layout, müssen pro logischem Sektor gleich zwei interne Sektoren gelesen/geschrieben werden. Unnötige Schreibvorgänge wirken sich aber negativ auf die Lebensdauer eines Mediums aus. Bei FAT-Dateisystemen werden insbesondere FAT-Sektoren besonders häufig geschrieben.
HDDRUTIL ab Version 13 berücksichtigt dies automatisch beim Partitionieren mit einem
GPT-Schema. Hier werden die Partitionsgrenzen möglichst so gewählt, dass der Verschleiß minimal und die Performance (mit dem Atari zumindest theoretisch) optimal ist. Wenn man ein solches Medium zum Datenaustausch mit anderen Plattformen nutzt, kommt auch der Performance-Vorteil auf jeden Fall zum Tragen.